Donnerstag, November 17, 2005

Mein 23. Burtseltag

Tja, es ließ sich auch dieses Jahr leider nicht verhindern, ein Jahr draufzurechnen. Aber was soll's, da müssen wir alle durch. Unter den internationalen Studenten bin ich nämlich eine der Ältesten. Viele sind hier so 21 oder jünger und schon fast mit ihrem Studium fertig, deprimierend... Aber da können wir Deutschen nun leider wenig gegen machen, das System funktioniert einfach anders.

Wie auch immer, ich habe natürlich trotzdem ein bisschen gefeiert. Vormittags zur Vorlesung und danach Kaffee und Kuchen in unserer Küche. Am Abend sind wir dann zurEishockeyhalle gefahren, um das Jönköping-Team HV71 anzufeuern. Ich hatte ja gar keine Ahnung von Eishockey! Geschockt war ich, als sie plötzlich anfingen, sich zu prügeln, aber offensichtlich ist das doch tatsächlich der ganze Sinn der Sache. Jake ist aus den USA noch einiges anderes gewöhnt und schrie zu jeder Gelegenheit, in der der Schiedsrichter dazwischen ging: "Let them fight!" Ziemlich lustig!

Magda (Polen), Male (Mexico) und das Geburtstagskind
















Jil war natürlich auch dabei.
















Und hier noch Megan und ihr Freund Haydn.
















Beim Eishockey: Krissy, Jake, Megan, Haydn, Cecilia (Schweden) und ihr Mann Aron (USA).




















Und hier das Team: HV71 (HV-Huskvarna, ist seit dem Jahre 1971 ein Teil von Jönköping).

Montag, Oktober 24, 2005

Erster Schnee

Seht selbst!



Das wirklich lustige an der Sache war die Reaktion meiner Mitbewohnerin und meiner Kommilitonin: Megan wacht auf und rennt aufgereget durch die Wohnung: "Have you seen, have you seen, it's snowing. Is it supposed to snow in October?" Naja, in Australien gibts außer in den Bergen nun mal kein Schnee. Und dann Male aus Mexico. Sie hat den ganzen Tag ganz aufgeregt mit ihren Freunden telefoniert und konnte es ebenfalls nicht fassen. Das erste und einzige mal, dass sie Schnee gesehen hat, ist 12 Jahre her. Lustitsch, oder?

Sonntag, Oktober 23, 2005

Storre Mosse

Diesen Sonntag haben sich die internationalen Studenten aufgemacht in die Wildnis. Na, es war vielmehr ein Sumpf. Alle schön in Regenjacken und wasserfeste Schuhe gestiegen und los gings. Der Trip wurde von zwei Lehrern unserer Uni organisiert. Es war nass, aber schön. Leider haben wir keine Elche gesehen, was eigentlich unser Ziel der ganzen "Operation Wildnis" war. Nach 5 Stunden waten durch Wald, Wiesen und Sümpfe sind wir abends alle erschöpft in unsere Betten gefallen.

Und das ist er, der Sumpf.
















Und hier der Beweis, dass ich wirklich dort war.





















Lunch im Wald. Und selbst die Sonne hat sich für einen Augenblick sehen lassen. Also gleich alle die Kameras raus und los! Hier gibt es sogar eine kleine Jugendherberge, so völlig abgekapselt vom Rest der Welt. Klingt einerseits recht gemütlich, andererseits aber auch ganz schön unheimlich.















Sonntag, Oktober 09, 2005

Wine and Cheese Party

Die dritte Party in unserem Apartment hatte, ihr werdet es kaum glauben, "Wine and Cheese" zum Thema. Nach der Desert-Party konnten wir mal was defitges verkraften! Und wie immer hat jeder Gast seinen Teil dazu beigetragen und in diesem Falle leckeren Käse mitgebracht. Jil und Jake haben zum Beispiel einen riesigen Brie mit Marmelade gefüllt, mit Honig beträufelt und dann in den Ofen geschoben; das war ein Genuß! Und wie immer ging es sehr international zu: USA, Schweden, Australien, Polen, Rumänien, Deutschland, Belgien ...

Peter (Schweden), Claes (Schweden), Lotti (Schweden), Megan (Australien) und der ganze Tische voll Käse!
















Und hier noch mal mit Jil und mir.
















Flavia (Rumänien), Ellen (Belgien), Magda (Polen). Ellen und Magda sind auch in meinen Kursen.

Sonntag, Oktober 02, 2005

Oslo


Ein tolles Wochenende in Oslo liegt hinter mir. Am Freitag nach der Uni gings los. Das erste Highlight war schon dieser Minibus, den wir gemietet haben und in dem man zu siebent wirklich bequem reist. Da kann ich mich dran gewöhnen. Und dann gings los nach Norwegen. Fünf Stunden später sind wir auf dem Zeltplatz angekommen, auf dem wir eine Hütte gemietet haben. Gute Wahl (ich habs gefunden :-))

Buffy, Mike, Salena, Krissy und Megan im VW-Bus. Jake war unser Fahrer.














Leider wurde unser ganzer Enthusiasmus am Samstag ein bisschen getrübt, denn wir haben einen verregneten Tag erwischt. Natürlich tragen wir die Sonne im Herzen und ließen uns den Tag nicht vermiesen. Zuerst gings ins Viking-Ship-Museeum, dann zur Festung samt Wachablösung, zum Aufwärmen ins Café. Dort wurde uns dann Norwegens größter Nachteil bewusst: Reise oder ziehe nicht nach Norwegen, wenn du es nicht wirklich dicke hast. Der Kaffee (einfach) hat uns schlappe 3,40 Euro gekostet. Schlau wie wir sind, hatten wir uns aber alles mögliche zu Essen aus Schweden mitgebracht. Und dann gings weiter durch die Stadt zum Schloß und abends nochmal das Geld zusammengekratzt und Essen gegangen. Über Preise spreche ich lieber nicht.

Jil und ich genießen trotz der Preise Kaffee und Schokolade.














Heute kam die Sonne aus unserem Herzen dann auch am Himmel zum Vorschein. Zuerst gings zum Holmenkollen und wer sich für Skispringen interessiert, weiß wovon ich reden: eine der Olympia-Schanzen in Norwegen. Beeindruckend. Und bevor es zurück ging ins "preiswerte" Schweden, haben wir uns noch einen großen Teil der Statuen Gustav Vigelands im Vigelandspark angesehen. Da lässt es sich aushalten!

Hier seht ihr mich an der Sprungschanze Hollenkollenbakken und...













...im Vigelandspark. Im Hintergrund ein Brunnen mit Bronzefiguren, die den Kreislauf des Lebens darstellen.











Mike (USA), Jake (USA), Megan (AUS), Jil (USA),
Salena (USA), Krissy (GER) und Buffy (USA) im Vigelandspark.











Auf der Brücke im Vigelandspark ist unter anderem auch dieses Kerlchen zu finden: Sinnataggen (Trotzkopf). Süß, oder?


Samstag, September 10, 2005

Göteborg (sprich: Jöteborje)

Einer unserer Ausflüge hatte Göteborg als Ziel. Jils und Jakes Freund Peter hat uns übers Wochenende zu seiner Familie nach Borås eingeladen. Der Ort liegt etwa 40 Minuten von Göteborg entfernt. Am Freitag haben Peters Eltern erst mal den Grill angeschmissen. Sie wohnen in einem Haus mitten im Wald, so richtig, wie man sich Schweden so vorstellt.

Am Samstag Morgen haben wir uns dann aufgemacht nach Göteborg um die Stadt unsicher zu machen. Nachmittags haben ein paar von Spaß in Liseberg, dem größten Vergnügungspark in Skandinavien, gehabt. Ich habe mir aber lediglich die Wildwasserbahn angetan, denn so eine Achterbahn wirkt noch immer nicht sehr vertrauenserweckend auf mich...

Abends gings dann in einen Club/Bar/Restaurant. Als wir ankamen war es eher Restaurant/Bar, später hat eine Band gespielt und noch später wurde ein Dancefloor auf der dritten Etage geöffnet, also alles in einem! Hier in Schweden darf in Clubs und dergleichen nicht geraucht werden. Also müssen die Raucher entweder raus gehen oder es gibt einen kleinen verglasten Raum, in dem sich dir Raucher dann vergnügen können. Ich als Nichtraucher finde diese ganze Angelegenheit natürlich ausgesprochen klasse, denn du kommst nach Hause und stinkst mal nicht wie ein ganzer Aschenbecher! Und der Club war trotzdem voll, ist es also nicht so, dass Clubbetreiber Einkunftseinbußen hinnehmen müssen. Super Sache!!!

Schlendern durch Göteburg
















Jil, Buffy und meinereiner mit Blick auf Göteborg
















Während sich die anderen die Achterbahn angetan habe, habe ich das hier entdeckt. Sogar Paul McCartney und Tina Turner waren schon hier!
















Und das ist sie, die Attraktion des Jahres: eine Achterbahn ganz aus Holz.
















Frederik, Krissy, Jil, Lotti und ihre Freundin vor dem Eingang zu Liseberg.

Sonntag, September 04, 2005

Visingsö

Visingsö ist eine kleine Insel im Lake Vättern, an dem bekanntlich Jönköping liegt. Und da wir, wie uns viele der hier lebenden Schweden bestätigt haben, sehr viel Glück mit dem Wetter hatten und tatsächlich noch immer haben, war auch das eines unserer Ausflugsziele im September. Lotti und ihr Freund Frederik (Jil kennt Lotti von Lottis Auslandssemester in den USA) haben uns begleitet und waren so lieb, ihre Autos mitzubringen, so dass wir auf der Insel, wie auch immer uns zumute war, herumfahren konnten.

Als erstes gings nach Gränna, ein Ort der etwa 20-30 min mit dem Auto von Jönköping entfernt liegt; von dort aus dann mit der Fähre auf die Insel. Zuerst haben wir uns eine Kirche angesehen, dann Picknick mit frischem Apfelkuchen, danach eine alte Burg, wieder Picknick mit Sicht auf den See und zurück nach Gränna.

Und weil das noch nicht genug des Guten war, haben wir uns dann auch noch eine Runde Minigolf in Gränna gegönnt. Diese Bahn war der Hammer. Da gab es zum Beispiel eine Bahn, bei der du den Ball in den Auspuff eines Autos manövrieren musst und wenn du dabei geng Power angewendet hast, kam der Ball mit einem Knall und viel Rauch aus dem Auspuff eines anderen Autos auch wieder raus. Jil hat dabei auch gleich gelernt, auf schwedisch bis zehn zu zählen.

Und auf dem Rüchweg nach Jönköping haben wir noch Halt in einem, der für Gränna bekannten Süßigkeitengeschäfte gemacht. Ein ganzer Laden voll mit Bonbons, einfach großartig. Und dann konnte man auch noch alles probieren, hmm ...

Buffy, Krissy und Jil beim 1. Picknick















































Buffy, Jil und Lotti beim 2. Picknick














Die Sicht auf Gränna von der Fähre aus














Peter und Lotti beim Minigolf